Kampfmitteluntersuchung für sicheren Streckenausbau der Rheintalbahn 

Die Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel zählt zu den bedeutendsten Schienenverbindungen Europas. Seit über 170 Jahren verbindet sie die Ballungsräume des Rheingebiets und dient als wichtiger nördlicher Zubringer zur Neuen Eisenbahn-Alpentransversalen (NEAT) mit den Gotthard- und Lötschberg-Tunneln in der Schweiz. Täglich nutzen über 300 Züge des Nah-, Fern- und Güterverkehrs diese hochfrequentierte Strecke. Mit dem viergleisigen Ausbau der Rheintalbahn reagiert die Deutsche Bahn auf das stetig wachsende Verkehrsaufkommen und schafft Platz für mehr Nahverkehr sowie eine weitere Verlagerung des Schwerlastverkehrs von der Straße auf die Schiene. 

background dark blue

Sprechen Sie mit unseren Experten

SCHOLLENBERGER Kampfmittelbergung

A SOCOTEC COMPANY

A SOCOTEC COMPANY

kontakt@socotec.de

Green Trust SOCOTEC

Dies ist ein GREEN TRUST-Projekt. Erfahren Sie mehr über GREEN TRUST by SOCOTEC und darüber, wie wir mit unseren Lösungen Emissionen reduzieren, Ressourcen schonen und die ökologische sowie energetische Transformation in Bau-, Immobilien- und Infrastrukturprojekten unterstützen.

background dark blue

Das Projekt "Rheintalbahn" im Überblick

Projektdetails

Zeitraum:Februar 2026 – April 2026 
Auftraggeber: DB InfraGO   
Ort:Planfeststellungsabschnitt 8.4 Bad Krozingen–Müllheim zwischen Rheintalbahn-Kilometer 231 und 236  

Unsere Leistungen:

  • Vermessung  

  • Vorschachtung  

  • Tiefensondierung  

  • 3-Achs-Messung  

  • Wiederverfüllung von 2354 Bohrungen  

Zeitraum:Februar 2026 – April 2026 
Auftraggeber: DB InfraGO   
Ort:Planfeststellungsabschnitt 8.4 Bad Krozingen–Müllheim zwischen Rheintalbahn-Kilometer 231 und 236  

Unsere Leistungen:

  • Vermessung  

  • Vorschachtung  

  • Tiefensondierung  

  • 3-Achs-Messung  

  • Wiederverfüllung von 2354 Bohrungen  

Baugrundverbesserung auf kriegsbelastetem Gelände 

Für den viergleisigen Ausbau der Rheintalbahn haben unsere Expertinnen und Experten im Auftrag der DB InfraGO eine umfassende Kampfmitteluntersuchung begleitet und umgesetzt. Die Arbeiten betrafen den Planfeststellungsabschnitt 8.4 Bad Krozingen–Müllheim zwischen Rheintalbahn-Kilometer 231 und 236. Ziel war es, auf dem betreffenden Abschnitt die Kampfmittelfreiheit herzustellen.  

Im Planfeststellungsabschnitt 8.4 bei Bad Krozingen–Müllheim der Rheintalbahn sind umfangreiche Rüttelstopfverdichtungen und Kalkeinfräsungen im Untergrund vorgesehen, um die Standfestigkeit des Baugrunds zu erhöhen. Eine besondere Herausforderung: Während der Arbeiten sollte das Nachbargleis weiterhin in Betrieb bleiben. 

Historische Auswertungen hatten gezeigt, dass das Projektgebiet im Zweiten Weltkrieg von Bombardierungen und Artilleriebeschuss betroffen war. Deshalb war vor Beginn der eigentlichen Baumaßnahmen eine gründliche Kampfmittelerkundung und -räumung erforderlich. 

Systematische Kampfmittelerkundung mit geomagnetischen Verfahren 

Die Untersuchungen konzentrierten sich auf zwei Arten von Kampfmittelverdachts-flächen: Bereiche mit möglicher Abwurfmunition aus Bombardierungen. Je nach Verdachtslage kamen unterschiedliche Erkundungsverfahren zum Einsatz. 

In den Bereichen mit Bombardierungsverdacht wurden Bohrlochsondierungen mit geomagnetischen Verfahren durchgeführt. Die Bohrungen erfolgten in einem regelmäßigen Raster mit einem Abstand von 1,50 Metern in gleichschenkligen Dreiecken. Insgesamt wurden 2.354 Bohrungen vermessen, vorgeschachtet, tiefensondiert, mittels 3-Achs-Messung untersucht und anschließend wieder verfüllt. Die Erkundungstiefe betrug bis zu fünf Meter unter Geländeoberkante, entsprechend den historisch ermittelten Eindringtiefen der zu erwartenden Kampfmittel. 

Die Arbeiten wurden an sechs Wochenenden in Tag- und Nachtschichten abgewickelt. So konnten die Untersuchungen unter den besonderen Rahmenbedingungen des laufenden Bahnbetriebs effizient umgesetzt werden. 

Sichere Grundlage für Infrastrukturausbau geschaffen 

Durch die systematische Untersuchung konnten die Baugrundverbesserungen planmäßig und ohne Gefährdung umgesetzt werden. Die enge Zusammenarbeit zwischen Deutschen Bahn, Sicherungsunternehmen und unseren Expertinnen und Experten trug wesentlich dazu bei, dass die Maßnahmen reibungslos durchgeführt werden konnten. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen bilden zugleich eine wertvolle Grundlage für ähnliche Projekte an historisch belasteten Standorten entlang von Bahnstrecken und anderen Infrastruktureinrichtungen. 

Sie möchten mehr über unsere EOD-Projekte erfahren?

Abbildungen: ©VBW Weigt GmbH