Regenrückhaltebecken zur Sicherung urbaner Entwässerungssysteme
Die Landeshauptstadt Hannover hat die Entschlammung mehrerer Regenrückhaltebecken im Stadtteil Misburg geplant, um das Nutzvolumen zu erhöhen und die Wasserqualität zu verbessern. Regenrückhaltebecken spielen eine zentrale Rolle für den Hochwasserschutz urbaner Infrastruktur, indem sie Wasserabflüsse regulieren, Auswirkungen von Starkregen mildern und dazu beitragen die Wasserqualität in Umwelt und Gewässern nachhaltig zu schützen.
Bevor die Erdarbeiten zur Entschlammung beginnen konnten, erwies sich eine umfassende Kampfmitteluntersuchung jedoch als unerlässlich. Das Becken wurde in einem Bereich angelegt, der während des Zweiten Weltkriegs intensiven Bombardierungen ausgesetzt war und daher eine Baufreiheit durch unsere Experten der Kampfmittelbergung benötigt. In Hannover sind im 2. WK nachweislich Bomben mit chemischen Langzeitzündern eingesetzt worden, die auch Jahrzehnte nach Kriegsende noch reaktionsfähig sein können. Die gesamte zu untersuchende Fläche betrug 8.186,90 m² Wasserfläche und ermittelte insgesamt 97 Kampfmittelverdachtsstellen an Land und diverse im Wasser.

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Dies ist ein GREEN TRUST-Projekt. Erfahren Sie mehr über GREEN TRUST by SOCOTEC und darüber, wie wir mit unseren Lösungen Emissionen reduzieren, Ressourcen schonen und die ökologische sowie energetische Transformation in Bau-, Immobilien- und Infrastrukturprojekten unterstützen.

Das Projekt "Wassersondierung und Kampfmittelüberprüfung in Hannovers Regenrückhaltebecken" im Überblick
Projektdetails
Zeitraum: Januar 2025 – August 2025
Auftraggeber: Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Stadtentwässerung
Ort: Anderter Straße in Hannover Misburg
Unsere Leistungen:
Wassersondierung
Kampfmittelbergung
Zeitraum: Januar 2025 – August 2025
Auftraggeber: Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Stadtentwässerung
Ort: Anderter Straße in Hannover Misburg
Unsere Leistungen:
Wassersondierung
Kampfmittelbergung
Schwierige Ausgangssituation erfordert komplexe Wassersondierung
Die Ausgangslage für die Kampfmittelbergungsarbeiten an den Regenrückhaltebecken erwies sich aufgrund mehrerer Faktoren vor Ort als komplex:
Die Arbeiten unter Wasser stellten eine besondere Herausforderung dar. Für die präzise Flächensondierung kam ein hochmodernes 5-Kanal-Sondenarray zum Einsatz, das vom Boot aus über die Wasseroberfläche geführt wurde. Da die Sondiertiefe je nach Wasserstand zwischen 0,7 und 2,3 Metern variiert, waren für eine vollständige Freigabe unterhalb des Sediments zusätzliche Maßnahmen erforderlich. Die ermittelten Anomalien befanden sich teils unter der Beckensohle und waren durch eine meterstarke Schlammschicht verdeckt. Um diese Verdachtspunkte zu identifizieren waren Tiefensondierungen mit einem zusätzlichen Bohrgerät notwendig. Daraufhin musste ein aufwendiger Freispülprozess durchgeführt werden. Unsere Experten lösten dies durch den Einsatz spezieller schwimmfähiger Technik, bei der Bagger auf schwimmenden Plattformen positioniert wurden. Größere Objekte wurden in diesem Zusammenhang zunächst von Tauchern untersucht und daraufhin behutsam mithilfe der Bagger freigelegt, sodass sie anschließend sicher geborgen werden konnten.
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Abbildungen: ©picdrop roman-thomas




